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| Raum |
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Am Anfang war K 23 nichts anderes als die Bezeichnung für den Raum,
der Michael Lingner Ende 1993 nach seiner Berufung
an die HfbK von der Hochschulleitung zur persönlichen Nutzung zugewiesen
wurde.
Bereits wahrend des Sommersemesters '94 gab es im Rahmen des Seminares "Zwischen
der Freiheit 'angewandter' und der Anwendung 'freier' Kunst"
erste Überlegungen zur (Um-)Nutzung und Einrichtung des
Raumes.
Vom Juni 1994 bis Dezember 1995 wurde dann K23 in einem Kooperationsprojekt
mit den Studierenden der Freien Kunst MARKUS BINNER, DODO SCHIELEIN
und SVEN TEMPER als multifunktionaler Raum und zugleich besondere
atmospärische Umgebung entworfen und ausgebaut.
Abgesehen von der Einigkeit über die Funktionsbestimmungen
des Raumes gab es für das Projekt noch einige andere gemeinsame
"Vor-Sätze"
wie etwa:
- dass jenes aus den Akademien des 19.Jahrhunderts überkommene
Privileg der Professoren auf eigene Ateliers sich inzwischen überlebt
hat, weil dort längst keine künstlerische Lehre mehr stattfindet...
- dass Studium und Lehre der Kunst nicht nur ungewöhnlicher Menschen,
sondern auch einer besonderen atmosphärischen Umgebung von Transparenz
und Teilhabe bedürfen, damit das Künstlerische als etwas höchst
Unwahrscheinliches wahrscheinlicher wird...
- dass die Theorie der Kunst eine eigene ästhetische Praxisform
ist und infolgedessen auch künstlerisch inspiriert sein muss,
weil sie sonst ihrem Gegenstandsbereich nicht gerecht zu werden
vermag...
- dass die Mitte des Raumes, der Arbeit, ja der Existenz nicht
mehr vorgegeben, sondern zur Selbstbestimmung aufgegeben ist,
weil alle Absolutheitsvorstellungen unglaubwürdig geworden sind.
Im Zwischenraum solcher gemeinsamer und anderer sich unterscheidender
oder gar gegensätzlicher Überzeugungen, Erfahrungen und Empfindungen
ist k23 entstanden in der Balance:
- zwischen offener Leere und leerer Ordnung, Freiraum und Raumstruktur
- zwischen allgemeinen Ansprüchen und subjektiven Bedürfnissen,
Notwendigkeit und Neigung
- zwischen multifunktionaler Pefektion und provisorischer Einfachheit,
Wandel und Gewohnheit
- zwischen Originalität und Normalität, Dominanz und Demut
- zwischen Armajani, Artschwager, Judd, Knoebel, Ikea und Montessori,
Aneignung und Anpassung
- zwischen Bild-und Realraum, zwischen Kunst und Kultur.
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Siehe auch:
Michael Lingner, Pierangelo Maset, Hubert Sowa (Hrsg.): Ãsthetisches Dasein. Perspektiven einer performativen und pragmatischen Kultur im Öffentlichen Raum (k 23), Hamburg 1999 |
Lehre (Lehr &
Forschungsfelder)
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DIE KONVERGENZ DER KÜNSTE |
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Untersuchung der Wechselverhältnisse zwischen bildender Kunst
und Musik von der Romantik bis zur Gegenwart unter Einbeziehung
der "Gesamtkunstwerk"- Problematik und der Entstehungsgeschichte
"abstrakter" Kunst.
Wie prägen sich die Tendenzen
zur Verzeitlichung der bildenden Kunst und zur Verräumlichung
der Musik aus und welche Bedeutung hat das für die Entwicklungsperspektive
beider Künste?
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Siehe u.a.:
M.L.: Die Konvergenz der Künste.
M.L.: Die Musikalisierung der Malerei bei Phillip Otto Runge. Zur
Vorgeschichte der Vergeistigung von Kunst.
M.L.: Der Ursprung des Gesamtkunstwerkes aus der Unmöglichkeit
absoluter Kunst.
M.L.: Theorie-Sampling: Wie es Euch gefällt
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DIE
THEORIE DER KÜNSTLERISCHEN PRAXIS |
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Beschäftigung mit und Erschliessung von Künstlertheorien
im Hinblick auf ihre Bedeutung für die künstlerische Praxis
und die kunstwissenschaftliche Methodik des Umgangs mit zeitgenössischer
Kunst.
Was können Künstlertheorien zur Formulierung
eines künstlerischen Konzeptions-, Forschungs- sowie Qualitätsbegriffs
beitragen?
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Siehe u.a.:
M.L. / F.E. Walther: Zwischen Kern und Mantel.
M.L.: Die Problematik des philosophischen Zugangs zur zeitgenössischen
bildenden Kunst: Die Auflösung des klassischen Werkes als Anfang
der Ästhetik in ihrem Ende.
M.L. / Rainer Walther: Paradoxien künstlerischer Praxis. Entwurf
zu einer Theorie der künstlerischen Arbeit aus dem Spannungsverhältnis
von schöpferischer Selbstbestimmung und gesellschaftlicher Fremdbestimmung.
M.L.: Die Praxis der Theorie.
Vortrag: Künstlertheorien als Forschungsquellen. |
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STRATEGIEN ÄSTHETISCHEN
HANDELNS |
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Auseinandersetzung mit rezeptionsästhetischen Ansätzen
und künstlerischen Hervorbringungen, die den tradierten Werkbegriff
überschreiten und ein Handeln des "Betrachters" verlangen.
Fragen nach der Differenz zwischen ästhetischer Kontemplation
und ästhetischer Aktion sowie nach den Voraussetzungen gelingender
künstlerischer Interaktions- und Partizipationsformen insbesondere
am Beispiel von Projekten zur "Kunst im öffentlichen Raum".
Wie lässt sich ästhetisches Handeln und Dasein charakterisieren
und wie können durch das Handeln mit ästhetischen Objekten
kulturelle Prozesse initiiert werden?
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Siehe u.a.:
M.L.: Zur Konzeption öffentlicher Kunst. Argumente für eine
Transformation ästhetischer Autonomie.
M.L.: Zwischen Verführung und Verweigerung. Haim Steinbachs Strategien
ästhetischen Handelns.
M.L.: Art as a system within society.
M.L.: Ermöglichung des Unwahrscheinlichen. Von der Idee zur Praxis
ästhetischen Handelns bei Clegg&Guttmanns Offenen Bibliotheken.
Vortrag: Kunst zwischen ästhetischen Objekten und kulturellen
Prozessen. Von der Symbolfunktion zum Aktionsprogramm. |
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BEDINGUNGEN DER
MÖGLICHKEIT VON KUNSTAUTONOMIE |
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Rekonstruktion der Entwicklungsgeschichte der Kunstautonomie und
Analyse ihrer verschiedenen Ausprägungen in der Moderne. Diskussion
der postmodernen These vom Ende der Kunstautonomie und Überlegungen
zur Transformation des Autonomiebegriffs auch unter Einbeziehung
der Luhmannschen Theorie autopoietischer Systeme.
Welche notwendigen Funktionen erfüllt Autonomie im Kunstsystem
und wie sind diese auch unter den Einflüssen dessen zunehmender
Ökonomisierung aufrechtzuerhalten?
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Siehe u.a.:
M.L.: Kunst aus Kunst. Autopoiesis die aktuelle Autonomieproblematik
aus systemtheoretischer Perspektive.
M.L.: Kunst als Projekt ästhetischer Aufklärung jenseits
reiner Vernunft.
M.L.: Die Krise der Ausstellung im System der Kunst.
M.L.: Krise, Kritik und Transformation des Autonomiekonzeptes moderner
Kunst.
Gespräch zwischen Dr. Christina Weiss, Kultursenatorin, Prof.
Michael Lingner, Hochschule für bildende Künste sowie Vertreterinnen
soziokultureller Einrichtungen. |
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DIE PROBLEMATIK
DER KUNSTLEHRE |
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Untersuchung der historischen Grundlehre des Bauhauses
als künstlerisches Lehrkonzept. Begründung der Unmöglichkeit
einer zeitgenössischen Grundlehre und Diskussion heutiger Konzepte
und Praktiken der Kunstlehre.
Wie lassen sich Grundfragen
künstlerischer und gestalterischer Praxis finden und formulieren,
die in einem Grundlagenstudium lehr- und lernbar sind?
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Siehe u.a.:
M.L./ Fritz Seitz (Hg.): Grundfragen zu den Grundlagen. Fritz Seitz
und Michael Lingner im Gespräch über die Grundlehre.
M.L.: Ist das Künstlerische heute noch durch Lehre fortsetzbar?
M.L.: Plädoyer für eine neue Kultur künstlerischen
Lehrens und Lernens. Zum Beispiel ein interdisziplinäres Grund-
und Orientierungsstudium.
M.L. / Pierangelo Maset: Zwischen Reiz und Regel liegt die Lust. Dialog
zur ästhetischen Bildung.
Vortrag: Kunst-THEORIE-/PRAXIS-Vermittlung. Beziehungsprobleme der
Kunstlehre |
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KÜNSTLERISCH-WISSENSCHAFTLICHE
SPRACH- UND AUFZEICHNUNGSFORMEN |
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Erforschung von Phänomen des Übergangs zwischen Bild und
Text in Geschichte und Gegenwart unter besonderer Berücksichtigung
ihrer Bedeutung für den künstlerischen Produktionsprozess
wie auch als Medium zur schöpferischen Einbeziehung des Rezipienten. Gründung und Betreibung des Projekts VorOrt (Interkultureller Aktionsort Studierender).
Wie lassen sich Konzepte einer künstlerischen, mit transdiskursiven
Text-, Theorie- und Darstellungsformen operierenden Schriftlichkeit
entwickeln?
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Siehe u.a.:
M.L.: Zeichnungen als Rezepte. Zur spezifischen Heteronomie autonomer
Zeichnungen der Gegenwart.
M.L.: Theorie- Schleifen I- XIII.
M.L.: Text - Transformationen. Exemplarische Übergangsformen
zwischen künstlerischem Schaffen und begrifflichem Denken (am
Beispiel von Adolf Hölzel).
M.L.: Sprache als Übergangsmedium von Kunst und Wissenschaft.
M.L.: Vom kalligraphischen Ornament zum Begriff und zum Bild.
M.L.: Verbal Art Communication. Theoretical and Practical Models.
Jan van Eyck Akademie Maastricht 1995. |
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